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alte Kirche Brücke_Ahr

Unsere Neue Kirche

Obwohl Dümpelfeld zugegebenermaßen nicht der allergrößte Ort ist, können wir stolz darauf sein, als Ortsgemeinde und Pfarrei zwei Kirchen unser Eigen nennen zu können.
Nachfolgend finden Sie einen Text zur Baugeschichte der neuen Kirche.
-weitere Fotos folgen in Kürze-

Auch für das Verfassen dieses Textes danke ich Frau Edith Surges aus Dümpelfeld herzlich.

Am Passionssonntag des Jahres 1966 (27.03.1966) wurde bei stürmischem Regenwetter, der Grundstein für das neue Gotteshaus gelegt. Viele Pfarrangehörige waren der Einladung ihres Pastors gefolgt. Sie wollten dieses Ereignis miterleben, auf das ihre Vorfahren lange vergeblich gewartet hatten.

Unterhalb der alten Pfarrkirche St. Cyriakus soll die neue Zeltkirche entstehen, nach dem Plan des Architekten Hans-Joachim Neckenig aus Neuwied.

Bereits im Jahre 1932 hatte Pastor Fenger Pläne zur Erweiterung der alten Pfarrkirche anfertigen lassen. Doch leider starb der Geistliche ein Jahr später, eben von der Wallfahrt zum Hl. Rock zurückgekehrt, so dass die Angelegenheit viele Jahre ruhte. Sein Nachfolger, Pastor Josef Fritsch, wollte das Vorhaben nun in die Tat umsetzen. Doch die Beschwernisse des Krieges hinderten ihn daran.
Pastor Stephan Berg, seit Juni 1957 in Dümpelfeld, ließ es sich nicht nehmen, Anfang der sechziger Jahre das Bauvorhaben in die Wege zu leiten. Doch statt der Erweiterung der alten Kirche, die von den Behörden immer wieder abgelehnt wurde, bemühte er sich um den Bau einer neuen, größeren Kirche.

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Dechant Schütz segnet den Grundstein für die neue Kirche (Bild CD I Esch 10 12000 1)

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Bei den Gläubigen von Dümpelfeld und Niederadenau fand er ein positives Echo. Sie hatten die Enge und den Platzmangel in der alten Pfarrkirche lange genug mitgemacht. Doch es mangelte an finanziellen Mitteln für den geplanten Neubau. So wurde bald ein Kirchbau-Verein gegründet, der in einem Zeitraum von fünf Jahren 112.000,00 DM an Privatspenden zusammenbrachte. Das weitere Baugeld, so Pastor Berg, werde die bischöfliche Behörde zur Verfügung stellen. Gesagt – getan, die Kirche entstand für 456.000,00 DM, einschließlich eines Pfarrsaals unter der Kirche.
Am Fest Peter und Paul (29.06.1966) wurde bereits in einer angemessenen Feierstunde das Richtfest begangen.

Am Heiligabend 1966 feierte Pastor Berg (70-jährig) die erste Hl. Messe im neuen Gotteshaus.
Die Pfarrangehörigen waren voll des Lobes für das gelungene Werk. Endlich gab es für alle Kirchgänger,
und das waren damals noch viele, einen Knie- und Sitzplatz. 280 Personen bietet die Kirche Platz.

Sie ist im modernen Stil vieler Sakralbauten der Nachkriegszeit gebaut. Niedrige Betonwände tragen ein
zeltförmiges, schiefergedecktes Dach, im Inneren als Holzdecke verkleidet. Die Giebelwand nach Osten hin ist ein großes Fenster, bestehend aus vielen bunten Glaselementen. Hier ist auch der Haupteingang.
Die bronzebeschlagene Eingangstür zeigt zur Weihe außen auf beiden Flügeln Reliefs: Jesus, der gute Hirt, und Gott, als Schöpfer der Welt. Diese Reliefs mussten leider mittlerweile durch eine schlichte Bronzeverkleidung weichen.
Die Türgriffe stellen Fische dar.

Vor der großen Giebelwand nach Westen hin steht der Hauptaltar, ein ansehnlicher Marmorstein, graumeliert und poliert, während der Tabernakel rechtsseitig im Unterschied zum Altar aus dem gleichen, in diesem Fall aber unbehandeltem und gehauenem Marmor besteht.

Innenansicht der neuen Kirche vor der Innenrenovierung
(Bild CD IV P5299834)

Glasfenster neue Kirche

Mit der Renovierung des Innenraums, auf die noch weiter unten eingegangen wird, ist als verbindendes Element dieser beiden Sakralorte ein neuer Ambo hinzugekommen, der sowohl glatte und polierte als auch grobe und naturbelassene Strukturen aufweist und den Holzambo als Ort der Wort-Gottes-Verkündigung abgelöst hat.
Rechts vom Altar spendet ein Seitenfenster, ebenfalls bestehend aus Glaselementen, Licht in den vorderen Teil der Kirche.
Der Kirchenraum misst 24 m Länge und 16 m Breite. Nach Westen hin ist die Sakristei angebaut.
Einen Glockenturm gibt es nicht. Vielmehr stellt die alte Pfarrkirche mit ihrem Glockenturm eine harmonische Verbindung zwischen beiden Gotteshäusern dar.
Das Geläute vom Turm der alten Pfarrkirche ruft also auch die Gläubigen zum Gottesdienst in die neue Kirche.

Bildausschnitt Glasfenster Altarseite

Am 27.08.1967 fand die Weihe der Kirche statt. Bischof Dr. Bernhard Stein nahm die Konsekration vor. Zum Empfang des hohen Gastes hatten sich auf dem Kirchenvorplatz, bei strahlendem Sonnenschein, viele Pfarrangehörige und zahlreiche Gäste eingefunden.
Nach kurzer Begrüßung besprengte der Bischof das Äußere der Kirche mit Weihwasser, Sodann klopfte er mit seinem Stab an die Pforte der Kirche und bat um Einlass für den König der Herrlichkeit. Dann zogen alle unter dem Gesang „Öffnet eure Tore“ in die Kirche ein. Nach den einzelnen Zeremonien folgte die Beisetzung der Reliquien, Trierer Märtyrer und des Hl. Simeon in den Altar. Nach der Salbung der Wände und der feierlichen Segnung des Altares wurde die Kirche unter den Schutz der Gottesmutter gestellt, mit dem Titel: „Maria, Mutter der Kirche“. Der Name wurde nicht von ungefähr gewählt.
Zur Zeit des Kirchenbaus fand das Zweite Vatikanische Konzil statt. Hier -und bei uns- wurde Maria zur Mutter der Gläubigen ernannt, zur Mutter der Kirche.

einweihung Kirche

Viele Gläubige waren zur Einweihung der neuen Kirche gekommen (Bild CD III R. 512 )

neue kirche akt

aktuelle Außenansicht

Nach kurzer Begrüßung besprengte der Bischof das Äußere der Kirche mit Weihwasser, Sodann klopfte er mit seinem Stab an die Pforte der Kirche und bat um Einlass für den König der Herrlichkeit. Dann zogen alle unter dem Gesang „Öffnet eure Tore“ in die Kirche ein. Nach den einzelnen Zeremonien folge die Beisetzung der Reliquien, Trierer Märtyrer und des Hl. Simeon in den Altar. Nach der Salbung der Wände und der feierlichen Segnung des Altares wurde die Kirche unter den Schutz der Gottesmutter gestellt, mit dem Titel: „Maria, Mutter der Kirche“. Der Name wurde nicht von ungefähr gewählt. Zur Zeit des Kirchenbaues fand das Zweite Vatikanische Konzil statt. Hier wurde Maria zur Mutter der Gläubigen
ernannt, zur Mutter der Kirche.

Um die weitere Ausschmückung der Kirche war Pastor Berg besorgt.
Ende 1967 wurden 14 Kreuzweg-Stationen in Bronze sowie zwei bronzene Weihwasserkessel angebracht.

In den Jahren 1972/73 folgte die Buntverglasung des großen Giebelfensters und des kl. Seitenfensters. 1980 wurden die Sitzbänke gepolstert.

In den Jahren 1989/90 fiel die erste große Renovierung an: Das Flachdach der Sakristei ließ Nässe durch. Hier wurde ein Walmdach errichtet.
In den Jahren 1991 bis 1995 war die Betonsanierung fällig. Anschließend folgte die Verschieferung der Aussenwände, die Vorplatzerneuerung mit Waschbetonplatten, die Verlegung neuer Basalttreppen und der Austausch der Beton-Treppengeländer durch verzinkte Eisengeländer.

Diese Renovierung hat Pastor Berg nicht mehr erlebt, Er verstarb am 13. Sept. 1985 in seinem Heimatort Weiler bei Mayen. Hier fand er auch seine letzte Ruhestätte. In Dümpelfeld hat er sich ein bleibendes Denkmal geschaffen. Die neue Kirche ist sein gelungenes Werk.

Die Urkunde, die im Grundstein vermauert wurde, begann mit den Worten:„

„Herr, o Gott, in meines Herzens Einfalt habe ich alles freudig dargebracht; ich sah mit übergroßer Freude dein Volk, das hier versammelt ist, Gott, erhalte diesen Eifer!“ Es folgte die Nennung des Titels: „Mutter der Kirche“, der zur Erinnerung an das zweite Vatikanische Konzil gewählt worden war.
Weiter wurden die Namen der zur Zeit lebenden Geistlichen der Pfarrei, der Name des Dechanten, des Bischof und des Papstes festgehalten wie auch die der Repräsentanten des politischen Lebens. Der Schlußsatz lautete: „Der Herr gebe seinen Segen und glückliche Vollendung!“

Diese im wahrsten Sinnes des Wortes glückliche Vollendung erfuhr die Kirche genaugenommen erst im Jahre 2010 - also 43 Jahre nach der feierlichen Einsegnung.
Ab dem Jahre 2008 nämlich befassten sich die kirchlichen Gremien mit der Möglichkeit einer umfassenden Innenraumrenovierung.

Unter dem jetztigen Trierer Weihbischof Dr. Helmut Dieser (seinerzeit Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Adenau) und dem damaligen Kaplan Peter Maus entschied man sich, den bekannten zeitgenössischen Kirchenmaler Eberhard Münch aus Wiesbaden mit der Gestaltung der Altargiebelwand zu beauftragen. Diese war im Laufe der Zeit immer mehr ergraut und unansehnlich geworden. 
Nachdem man sich zusammen mit den Gläubigen der Pfarrei auf ein abstraktes Motiv geeinigt hatte, begannen im Oktober die Fein- und künstlerischen Ausmalarbeiten, nachdem zuvor viele Gemeindemitglieder Hand bei der Renovierung angelegt hatten.
So wurde die gesamte Elektrik und Mikrofonanlage von Grund auf erneuert, der alte Ambo wurde entfernt und es wurden einige Stufen und Fliesen im Altarbereich neu verlegt. Auch musste die Giebelwand in Eigenleistung komplett neu verputzt werden, um das fortan das Bild aufnehmen zu können.
Das alt-ehrwürdige und historische Kreuz wurde auf einer Stele von der Wand abgerückt und kommt nun, im Zentrum der Malerei, die sich auf genau diesen Punkt konzentriert, wunderbar zur Geltung.  

altarwand

das Kruzifix vor der neugestalteten Giebelwand

Auch der gewebte Bet-Teppich, der die Muttergottes darstellt und bislang an der Giebelseite angebracht war, fand im hinteren Bereich der Kirche einen deutlich aufgewerteten Ort. Dort wurde ein schöner Andachtsort mit Opferlichtständer geschaffen, der jetzt auch eine persönliche Anbetung Marias möglich macht.   

Die Elektronik-Orgel, die in den 80er Jahren angeschafft wurde, steht nun nicht mehr im Altarraum sondern wurde auf ein Podest in den hinteren Bereich der Kirche versetzt. Hier gibt es aktuell Bemühungen und Überlegungen, dieses für einen sakralen Raum unpassende Instrument auszutauschen, davon an anderer Stelle mehr.

Als weitere einschneidende optische Veränderung wurde das Taufbecken in den Mittelgang und somit direkt in den Eingangsbereich versetzt.
Dies soll den Gottesdienst- und Kirchenbesucher bei jedem Betreten des Gotteshauses an seine eigene Taufe erinnern.


Die Wiedereinweihung nach der Renovierung erfolgte am Christkönigstag 2010 in einer feierlichen Schlussandacht im Rahmen des Ewigen Gebetes in der Gemeinde St. Cyriakus und man kann sagen, dass nun die neue Kirche endlich fertiggestellt ist, da man den Eindruck hatte, dass genau die veränderten Elemente gefehlt haben. (weitere Fotos folgen)

Textergänzung d. Renovierung: Rainer Schlömp

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